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vocke.de: für Lehrer
(und Interessierte, wenn sie den "insider-Jargon" hinnehmen)
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Zweck dieser Seite ist es, der etwas "panikmäßigen" Diskussion in den Medien nach "PISA" Hinweise auf einige grundlegende Änderungen im Bildungswesen, die im Ausland z.T. deutlicher sichtbar sind, die aber seit einigen Jahren in Deutschland modifizierend nachvollzogen werden (borrowing) und für künftige deutsche Bildungspolitik geistig Pate stehen könnten, gegenüberzustellen.

Tests können schädlich sein. Da Outcomes kontrolliert werden, sind Standards notwendig (nach PISA rufen scheinbar freiwillig alle danach). Das Mittel sind zentrale Prüfungen, vielfach Tests. Mit teaching to the test ändern sich Inhalt und Art des Lernens von Schülern, überhaupt das Konzept, was einen guten Schüler ausmacht.

Bücher und Links zu "Schulentwicklung": Die deutsche "Schulentwicklung" hat unübersehbare Parallelen mit der überwiegend anglophonen school effectiveness and improvement-Bewegung. Man kann Schulentwicklung als modifizierende Adaption dieser Lehre, wie Schule zu sein hat und welchen Standort sie in der Gesellschaft einnehmen soll, auffassen. Dies möchte ich an einer kleinen Auswahl typischer Bücher demonstrieren - und zugleich widerstreitende Positionen nennen.

Es gibt viele Gründe, dem school effectiveness and improvement- alias Schulentwicklungsdiskurs mit einiger Skepsis gegenüberzustehen, obwohl er auch unbestreitbar positive Effekte erzielt hat. Pauschalierend zusamengefasst, nimmt er Bildungsmöglichkeiten und stärkt Arbeitsmarkt-relevante Kompetenzen. Townsend hat Ambivalenzen dieser Art bildlich mit "satan or saviour?" ausgedrückt. Das ökonometrische Input-Outcome-Denken von school effectiveness verändert Art und Standort von Bildung in der Gesellschaft.

Wenn man davon ausgeht, dass wir in late, high oder post modernity leben (manche sprechen auch von high capitalism), käme es, statt ein aus dem Bereich der Industrie ausgeborgtes Managementmodell in die Bildung zu transferieren, m.E. darauf an, einen der Postmoderne angemessenen Bildungsbegriff zu entwickeln, der auch auf der Schulebene tauglich und nutzbringend ist - die im Bereich der Postmoderne vorgeschlagenen Bildungsbegriffe sind m.E. viel zu philosophisch-liguistisch.

"Schools are learning communities where everyone (students, teachers, parents, administrators) is both a learner and a teacher, depending on the circumstances. [...] The learning process is controlled by the learner. What is to be taught, when it should be taught and how it should be taught will all be determined by the learner. [...] ‘School‘ is only one of a multitude of steps in the education journey" (Townsend T (1999) The Global Classroom. Hawker Brownlow Education, pp. 22, 21). "

(c) Diese Seite wurde am 05.07.2002 von Ulrich Vocke erstellt und am 13.08.2003 zuletzt geändert. Zu diesem Zeitpunkt funktionierten alle Links; ich bitte um Mitteilung, falls das nicht mehr der Fall sein sollte.